In DIKUSA ist es für uns von zentraler Bedeutung, dass Forschung möglichst offen und transparent stattfindet und dass Projektergebnisse wie Forschungsdaten oder Forschungssoftware langfristig zugänglich und möglichst frei nachnutzbar vorgehalten werden.

Genau diese Aspekte sind wichtiger Inhalt des Forschungsdatenmanagements (FDM). Ganz allgemein bezeichnet der Begriff "...die Menge aller methodischen, konzeptionellen, organisatorischen und technischen Maßnahmen und Verfahren zur Handhabung von Forschungsdaten über deren Lebenszyklus. ... Zum Forschungsdatenmanagement gehören zudem Festlegungen, was mit den Daten nach Abschluss eines Forschungsprojekts geschehen soll; z. B. wo und wie die Daten archiviert werden und wer auf die archivierten Daten Zugriff erhält." (Quelle: Wikipedia).

Formalen Ausdruck finden die Überlegungen rund um das Forschungsdatenmanagement üblicherweise in einem Datenmanagementplan (DMP). Dieser stellt sicher, dass das Vorgehen und die Abläufe in den beteiligten Forschungsprojekten nachvollziehbar und strukturiert dokumentiert werden. Dies gilt insbesondere auch für (digitale) Daten, die im Forschungsprozess entstehen oder verwendet werden, deren Erstellung und/oder Verarbeitung festgehalten wird und deren Zugänglichmachung und Nachnutzbarkeit detailliert beschrieben werden. Letzteres betrifft die Verwendung als Arbeitskopie für Forschungstätigkeiten im Projekt selbst, die Aufbewahrung als Zeugnis und Dokumentation der eigenen Arbeit und die Nachnutzung für spätere Forschung. Denn: Forschungsdaten und -ergebnisse sind wertvoll, aber nur durch systematisches Vorgehen, ausreichende Dokumentation und nachhaltige Aufbewahrung dauerhaft verwendbar.

Die an DIKUSA Beteiligten haben daher beschlossen, der Erstellung von DMPs einen hohen Stellenwert im Projekt einzuräumen und bei der Anfertigung und Umsetzung zu kooperieren. Aufgrund der besonderen Ausgangslage - ein Verbundprojekt aus 6 Teilprojekten mit verbindender zentraler Komponente - wurde bezüglich der DMP-Erstellung ein passender Ansatz gewählt: Ein gemeinsamer Datenmanagementplan, der einheitliche Aspekte wie die Kerninfrastruktur oder zentrale Pläne zur Datenveröffentlichung enthält, wird ergänzt durch sechs teilprojektspezifische DMPs.

Im Sinne der Transparenz der Abläufe im Projekt veröffentlichen wir alle Datenmanagementpläne. Sie stehen im Folgenden zum Download bereit. Eine gemeinsame Veröffentlichung aller Datenmanagementpläne im Forschungsdatenrepositorium RADAR4Culture wird nach Projektende aller Teilvorhaben ergänzt (Ende 2026). Entsprechend liegen aktuell noch nicht alle DMPs in endgültiger Fassung vor. DMPs sind typischerweise lebendige Dokumente, da sich einige Aspekte des Forschungsdatenmanagements erst im Laufe der Projekttätigkeit ergeben bzw. angesichts der realen Abläufe im Forschendenalltag angepasst werden müssen.